Coopérative de l'Enfer

Der Enfer d’Arvier mit seinem intensiven und vollmundigen Geschmack ist einer der ersten Aostataler Weine, der 1972 mit dem italienischen DOC-Prädikat (DOC= Wein mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung) ausgezeichnet wurde.
Die Weinreben stammen aus dem Gemeindebezirk von Arvier und zwar vorwiegend vom linken Ufer des Flusses Dora Baltea, da diese Seite seit jeher für den Weinanbau besonders geeignet ist. Noch heute kann man die alten Terrassierungen erkennen, die hoch hinauf bis an den Fuß der felsigen Hänge reichen. Die Struktur des Tals bildet eine Art natürliches Amphitheater, in welchem sich die Weinreben optimal entfalten können. Es ist den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt und wird nicht umsonst “Inferno”, (Hölle) genannt. Die terrassenartig angelegten Weinberge unterbrechen die starke Neigung der Berghänge: die Arbeit findet vorwiegend von Hand statt.
Im Jahr 1978 wurde die Genossenschaft Coopérative de l’Enfer gegründet, auch Co-Enfer genannt. Sie kümmert sich um die gesamte Weinherstellung, wie auch um die Abfüllung und die Vermarktung dieses einzigartigen Kleinods der Weinbaukunde. Heute tragen die hundertsieben teilhabenden Mitglieder alljährlich zur Produktion von fast 50.000 Flaschen dieses erstklassigen Weins bei, der 85% aus Trauben der Sorte Petit Rouge besteht, während die restlichen 15% aus fünf, vom Disziplinarverfahren genehmigten Rebsorten zusammengesetzt sind. Dadurch entsteht ein strukturierter Wein, der hervorragend zu Fleisch passt. Die Besonderheit dieses Weins ist vorwiegend zwei Faktoren zu verdanken: der besonderen Beschaffenheit des Bodens und der starken Sonnenbestrahlung, die es dieser einheimischen Petit Rouge-Rebe ermöglichen, ihre besten Eigenschaften voll zu entfalten.

Im Jahr 2005 begann mit dem Eintritt der neuen Genossen aus Avise die Herstellung einer neuen Weinsorte: der einzig und allein aus der Traube des Pinot Gris (Weißburgunder) gekelterte “Soleil Couchant”.

Aus dem gleichen Anbaugebiet stammt seit 2006 auch der Vin des Seigneurs. Dieser Wein wird rein aus der Mayolet-Rebe gekeltert. Die Mayolet- Rebe ist eine alte autochthone Aostataler Traube mit roten Beeren, die bereits Mitte des neunzehnten Jahrhunderts von Louis Napoléon Bich zu einer der begehrtesten Aostataler Rebe erklärt wurde und die nach langen Jahren der Vergessenheit in Avise erneut ihren Höhepunkt erlebt. Avise bietet dieser Traube dank seiner hervorragenden pedoklimatischen Lage ein optimales Anbaugebiet.

Die Genossenschaft Co-Enfer hat ihre Produktion mittlerweile in einen neuen Keller verlegt, in dem der Wein nach wie vor auf traditionelle Weise gekeltert wird, wobei jedoch modernste Technik angewendet wird. Diese technischen Verbesserungen und die ständig wachsende Anfrage für diesen Wein von Seiten der Verbraucher haben dazu geführt, dass neue Weinberge angelegt werden, welche die ursprünglichen sechs Hektar auf acht – zehn Hektar ausdehnen werden. Im Keller der Winzergenossenschaft von Arvier kann man auch einen kostbaren Grappa erwerben, der allerdings nur in begrenzten Mengen zur Verfügung steht.

Die Produktion der Genossenschaft Co-Enfer kann an der Verkaufsstelle des Kellers selbst, in den Önotheken, den kleinen Läden sowie im Großmarkt erworben werden. Auf Vorbestellung kann die Besichtigung des Kellers organisiert werden. Bei rechtzeitiger Anfrage werden außerdem Verkostungen organisiert.

Oeffnungszeiten :
-dienstags, donnerstags, freitags und samstags, von 10.00 bis12.00 Uhr und von 14.00 bis18.00 Uhr
-mittwochs von 14.00 bis 18.00 Uhr
-sonntags und montags geschlossen.

Kontakt

Via C. Gex 52
11011 ARVIER (AO)
 
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