Das Bergwerk von Cogne

Cogne


Routenbeschreibung

Die Geschichte der Magnetitminen von Liconi, Colonna und Costa del Pino, die an den Abhängen des Monte Creya liegen, begann wahrscheinlich bereits zu Zeiten der Salasser und der Römer. Die Kirche hatte das Nutzungsrecht bis 1679, dem Jahr, in dem Bischof Bailly die Minen an die Gemeinde Cogne verkaufte. Die Mine blieb dann, wahrscheinlich aufgrund von Mangel an Kapital und an Arbeitskräften, lange Zeit ungenutzt. Das Interesse des Bürgermeisters Grappein an den Problemen des Bergwerks führte dann zum Bau einer etwa 6 Km langen Fahrstraße, die 1824 fertiggestellt wurde. Sie führte von Champlong (wohin das Material auf Schlitten befördert wurde) nach Vieyes. Doktor Grappein schlug außerdem eine gerechte Aufteilung der Erträge des Bergwerks auf alle Einwohner von Cogne vor. Die Krise der Eisenindustrie um die Mitte des 19. Jh. zwang die Gemeinde, die Lagerstätte zu verpachten. Bis zu den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. wurden die Arbeiten jedoch in sehr geringem Umfang weiter geführt. Die beiden Weltkriege und das Eingreifen des Staates brachten einen starken Schub für die Ausbeutung der Minen, der bis 1970 dauerte. Dann wurde diese von einer schweren Krise betroffen, die einen Abfall der Produktion mit sich brachte. Seit März 1979 sind die Minen geschlossen.

Das Bergwerk von Cogne stellt ein schönes Zeugnis der Industriearchäologie dar: noch deutlich erkennbar sind die Reste der Schwebebahnen für den Materialtransport, die Seilbahn für die Personenbeförderung, die von Cogne nach Colonna führte, sowie zahlreiche Gebäude. Die im Bergwerk beschäftigten Bergleute konnten die Kantine, die Bibliothek und sogar einen Kinosaal benutzen. Weiterhin ist auf die sehr alte Silbermine von Valeille, die Kupfermine von Ecloseur und die Magnetitmine von Larsinaz hinzuweisen.

 
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