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Andere römische Bauwerke
Zeugnisse der römischen Kultur: majestätische Werke, ländliche Strukturen und Wohnhäuser
Fünf Jahrhunderte unter römischer Besatzung haben beeindruckende Zeichen dieser Kultur im Aostatal hinterlassen. Die Römer planten nach dem Sieg über die Ureinwohner eine Umstrukturierung des gesamten Gebiets und sorgten für den weiteren Ausbau des Straßennetzes (Handelsstraße nach Gallien), kümmerten sich um die Aufteilung der Ländereien und den Aufbau der Stadt Aosta (Augusta Praetoria, 25 v. Chr.). Die Stadt wurde durch den Bau einer gewaltigen Stadtmauer befestigt, die durch die Tore Porta Praetoria, Porta Decumana, Porta Principalis Sinistra und Dextera geöffnet wurde. Die 20
ursprünglich rechteckigen Türme an den vier Ecken des Mauergürtels und entlang der Mauer wurden wie die Tore im Lauf der Jahrhunderte vielfach umgebaut. Die öffentlichen Gebäude wurden im nord-östlichen Stadtteil errichtet und durch den Cardo und Decumanus maximus begrenzt. In dem von den beiden Leitlinien begrenzten städtischen Bereich entstand der forensische Komplex, der sich aus dem Kryptoportikus, den zwei Tempeln des sakralen Bereichs (das Podium des östlichen Tempels ist noch teilweise erhalten) und der Platea (heute Piazza Severino Caveri) zusammensetzte.  In der Nähe der Porta Praetoria und des Mauergürtels, wurden
die Gebäude für öffentliche Veranstaltungen errichtet. Zusätzlich zum Theater entstand ein ellipsenförmiges Amphitheater, von dem im nord-östlichen Teil noch acht Bogen erhalten sind, die in moderne Gebäude integriert wurden. Ein interessantes Kompendium der römischen Präsenz im Tal stellt das Archäologische Museum von Aosta dar, in dem man außer vielen Fundstücken auch das Fundament des nördlichen Stadttors besichtigen kann.




