Das Mont-Blanc-Tal hat Spitzenweine und Genüsse auf höchstem Niveau zu bieten

Courmayeur, La Salle, Morgex, Pré-Saint-Didier

Besichtigungsregeln

Wie: im Auto.
Empfohlene Dauer: zwei Tage.
Beste Jahreszeit: das ganze Jahr über.
Länge: etwa 16 km.

Im Valdigne, einem ausgedehnten Becken am Fuße des Mont Blanc, gedeihen in hohen Lagen Weinberge, aus denen hochwertige Weine entstehen. Sie passen perfekt zu den lokalen gastronomischen Leckereien.

Weine
Es handelt sich um das Paradeanbaugebiet der Prié Blanc, einer einzigartigen autochthonen Rebsorte mit weißen Beeren, die traditionell auf niedriger Pergola gezogen wird. Aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen blieb sie von der Reblaus verschont, weshalb sie eine der wenigen Direktträgerreben ohne amerikanische Unterlagsrebe ist. Der Weinbau wird in einer Höhenlage zwischen 900 und 1225 Meter betrieben.
Ganz spezielle Weine werden aus überreifen Trauben hergestellt: Man lässt die Trauben am Weinstock trocknen und liest sie erst nach dem ersten Frost – normalerweise Anfang Dezember. Die bei -5 bis -10° C geernteten Trauben werden gefroren gepresst und gären dann in Eichenfässern mit Nachreifung in Fässern lokaler Hölzer.

Weißweine
Blanc de Morgex et de Salle
Schaumweine
Blanc de Morgex et de La Salle Spumante
Süßweine
Blanc de Morgex et de La Salle Spätlese
Grappa
Grappa aus Blanc de Morgex et de La Salle
Grappa aus Blanc de Morgex et de La Salle Spätlese

Käse
Zusätzlich zum Almkäse Fontina DOP, der im gesamten Aostatal erzeugt wird, können weitere Frischkäsesorten (wie etwa der Seras) und länger gelagerte Käsesorten aus Kuhmilch sowie sonstige Milchprodukte (Joghurt) genossen werden.

Besonderheiten

Die Weinberge dieser Anbauzone zählen europaweit zu den höchst gelegenen, generell wird der Weinbau aber im ganzen Aostatal auf heroische Weise betrieben.
Quatremillemètres vins d’altitude ist eine Marke, die aus dem Zusammenschluss dreier historischer Weingenossenschaften des Aostatals entstanden ist, nämlich der Cave du Vin Blanc de Morgex et de La Salle aus Morgex, der Co-Enfer aus Arvier und der La Crotta di Vegneron aus Chambave. Mit dieser Marke wird die Herstellung von Schaumweinen nach klassischer und althergebrachter italienischer Methode im Aostatal koordiniert. Begeisterung, Weiterentwicklung und die Lust an Neuem unter gleichzeitiger Bewahrung der Bodengegebenheiten und der Rebsorten bilden die Grundzutaten der Schaumweine aus Berglagen. Das Ergebnis ist ein lokal geprägtes Produkt, dessen Geist am Logo jeder Flasche gut erkennbar ist: die drei wundervollen Alpenriesen, die weltweit bekanntesten Viertausender – nämlich der Mont Blanc, das Matterhorn und der Gran Paradiso, die seit Jahrhunderten als Wiege des internationelen Alpinismus gelten. Diese Berge haben mit ihren Gletschern eine weltweit einzigartige Gegend geformt, wo seit 2000 Jahren die Weinberge des Aostatals heimisch sind.
Die Küche des oberen Aostatals ähnelt am meisten jener von jenseits der Alpen, von der sie Anleihen genommen und sie neu interpretiert hat.
Unter den ersten Gängen ist neben der klassischen Maispolenta mit Käse, Fleisch und/oder Pilzen der Kartoffelauflauf Tartiflette zu nennen, eine savoyardische Köstlichkeit mit Kartoffeln, Speck und Reblochon-Käse. Unglaublich lecker sind auch das Fondue Savoyarde, das Fondue Bourguignonne sowie das Raclette mit gekochten Kartoffeln, Wurst und in Essig eingelegtem Gemüse. Das Wasser läuft einem bei den Crêpes alla valdostana zusammen, die mit Kochschinken und Fontina gefüllt und dann im Ofen überbacken werden.
Bei den Hauptgerichten sollte man keinesfalls die würzige Carbonada auslassen. Es handelt sich um ein typisches Gericht der Westalpen, das auch im Südosten Frankreichs bekannt ist. Rindfleisch wird 12 Tage lang eingesalzen und dann langsam mit Knoblauch und geräuchertem Speck gebraten.
Aus dem glasklaren Wasser des Flusses Dora werden schmackhafte Forellen gefischt und “alla Mugnaia” zubereitet, also in Mehl gewendet und mit Butter und Salbei gebraten. Dazu passen wunderbar die lokalen Weißweine.
Zu den traditionellen Nachspeisen des oberen Tals zählt der Crenchen, eine Art Brioche in Zopfform, als Kringel, Maske, aber auch als Hähnchen (in diesem Fall heißt das Gebäck Poulì). In Courmayeur werden außerdem die charakteristischen Baci di Courmayeur hergestellt: ein Baiserkern mit Rum und außen drumherum eine Schokoguss-Hülle.

Veranstaltungen
Feinschmecker kommen Anfang September gerade richtig zur Gastronomie- und Weinmesse Lo Matson, einer bereits zur Institution gewordenen Veranstaltung, im Rahmen derer in den Straßen von Courmayeur das Beste aus regionaler Produktion geboten wird: Wein, Wurst, Käse, Marmelade usw.
In Morgex findet jeden Donnerstag von 8 bis 13 h der Markt Marché Agricole du Valdigne mit Direktverkauf der Hersteller (Käse, Honig, Marmelade, eingelegte Früchte, Wein, Obst, Gemüse) statt.

 
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