Im Jahr 1512, im selben Jahr, in dem er den Glockenturm von Saint‑Gilles errichten ließ und das mittelalterliche Kloster erneuerte, veranlasste der Propst Carlo di Challant den Bau der Grange, bekannt als „cascine Murasse“, als Nebenanlage der Propstei. Heute befindet sich der Komplex in der Nähe der Autobahnausfahrt Verrès und ist leicht erkennbar.

Das Gebäude bewahrt bedeutende architektonische Elemente: eine zinnenbewehrte Umfassungsmauer, einen langgestreckten, ursprünglich als Stall genutzten Bau mit flach gedrücktem Gewölbe und vor allem den Taubenturm, ein Symbol von Herrschaft und adeligem Privileg, der dem von Giorgio di Challant nahe dem Schloss Issogne errichteten Turm ähnelt. An der Fassade des Turms erinnert eine lateinische Inschrift an die rasche Errichtung des Komplexes, der in nur drei Monaten und vollständig auf Kosten des Propstes vollendet wurde.

Die Restaurierung des Gebäudes ermöglichte seine Umnutzung als Sitz der Unité des Communes Valdôtaines Evançon und der Bezirksbibliothek und verlieh einem bedeutenden historischen Bauwerk neues Leben.

Das Gebäude kann jederzeit von außen besichtigt werden.
Der Zugang zu den Büros der Unité des Communes Valdôtaines Evançon und zur Bibliothek ist während der öffentlichen Öffnungszeiten gestattet.
Der Innenhof und der Hauptsaal sind anlässlich von Veranstaltungen gemäß den von den Organisatoren festgelegten Modalitäten zugänglich.