Die antiken Minen

Im Aostatal gibt es viele Minen, die seit der Antike ausgebeutet wurden und heute eingestellt sind. Im 17. und 18. Jahrhundert dienten die Eisen- und Kupferminen dazu, der steigenden Nachfrage des Arsenals der Savoyer gerecht zu werden. Die alten Minen befinden sich oft in sehr schönen Landschaften und bewahren bisweilen noch Reste der für den Bergbau verwendeten Infrastrukturen: sie sind Ziele, die das Interesse für die Industriearchäologie mit der Gelegenheit eines wunderschönen Ausflugs kombinieren.

Cogne

Die Minen von Cogne sind ein interessantes Zeugnis für den Bergbau: die Überreste der Seilbahnen für den Materialtransport, die Passagierseilbahn von Cogne bis nach Colonna und zahlreiche Gebäude sind noch gut zu erkennen. Weiterhin in Cogne entdeckt man die sehr antike Silbermine von Valeille, die Kupfermine von Ecloseur und die Magnetitmine von Larsinaz.
Auch sollte man sich einen Besuch im Besucherzentrum des Nationalparks Gran Paradiso Alpinart und seine ständige Ausstellung über die Magnetitmine in Cogne mit ihren Illustrationen zur Geschichte, zur Geologie, zum Bergbau und zu den Produktionstätigkeiten nicht entgehen lassen.

Saint-Marcel

 BITTE BEACHTEN: Ab Juli 2023 sind die Minen von Saint-Marcel aufgrund eines Wechsels in ihrer Leitung geschlossen

Auch das Bergbaugebiet von Saint-Marcel ist von großem historischem und wissenschaftlichem Interesse; es bewahrt Spuren aus der Römerzeit, dem Mittelalter und dem achtzehnten Jahrhundert, die mit großen Vorkommen an Eisen, Kupfer und Mangan in Verbindung stehen. Ein Weg, der am Picknickplatz von Druges (1.594 Meter) beginnt, führt in einer halben Wegstunde zum Bergbaugebiet von Servette, wo man auf Vorbestellung auch Führungen in die beiden unterirdischen Tunnel mitmachen kann.
Das Dokumentationszentrum Viviminiera im Rathaus von Saint-Marcel liefert den Besuchern anhand eines sehr interessanten und unterhaltsamen Themenwegs Informationen über den Bergbau in Servette.
Zu den vielen Kuriositäten der Region Saint-Marcel gehört die Quelle in Eve-Verda, die für die blaugelbe Farbe des Bachbetts bekannt ist, die auf das Vorhandensein von Mineralien zurückzuführen ist.

Brusson

Eine moderne, in Panoramaposition über dem Ayas-Tal liegende Einrichtung in Brusson verleiht Besuchern die Möglichkeit, die eindrucksvolle unterirdische Welt der alten Goldmine von Chamousira Fenilliaz zu entdecken.
Im Dokumentationszentrum Joseph Herbet, in der Nähe des Brusson-Sees, sind einige interessante fotografische und kartografische Darstellungen aus der Zeit über die Bergbaunutzung in diesem Gebiet ausgestellt.

La Thuile

Auch in La Thuile ermöglichen einige Fußwege, die Ruinen der Unterkünfte der Bergarbeiter, die einst in den Kohle- und Silbervorkommen arbeiteten, die Spuren der Gleise für die Loren und die Zugänge zu den Tunneln zu besichtigen.