Ein einzigartiges Schloss, das in seinem Äußeren mittelalterliche und barocke Bauphasen vereint und das Ergebnis der architektonischen Initiativen der verschiedenen Mitglieder der Familie Challant ist, die das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte an die Bedürfnisse und den Geschmack der Zeit angepasst haben.

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Das Schloss von Aymavilles liegt in der gleichnamigen Gemeinde im Aostatal auf einem Hügel, umgeben von Weinbergen, an der Straße nach Cogne.
Das Schloss war Gegenstand eines langwierigen und komplexen Restaurierungsprojekts, das im Jahr 2000 begann und an dem ein Team von Experten beteiligt war, das sich mit der Planung, den Studien und der historischen Forschung, den archäologischen Untersuchungen und der Restaurierung befassten. Die Restaurierung betraf sowohl die architektonische Struktur als auch die Innenausstattung, wobei die Besonderheiten der verschiedenen Baukampagnen und der zahlreichen Umbauten im Laufe der Jahrhunderte hervorgehoben wurden.
Bei der Archivrecherche und im Laufe der Arbeiten kamen zahlreiche Anekdoten, Überraschungen und Kuriositäten aus der Vergangenheit zum Vorschein, die nun beim Rundgang sichtbar werden.

Die Geschichte
Die erste Erwähnung des Schlosses geht auf den Mai 1207 zurück. Im 14. Jahrhundert, als das Schloss in den Besitz der Familie Challant, einer bedeutenden Adelsfamilie des Aostatals, überging, erfuhr es bedeutende Veränderungen.
Im 15. Jahrhundert wurde das Schloss mit vier Ecktürmen, einer doppelten Mauer und dem Ausbau des Dachgeschosses bereichert.
Eine große Bauaktion geht auf die Zeit von Joseph-Félix de Challant zurück, als zwischen 1713 und 1728 die Räume zwischen den vier Ecktürmen mit Loggien verschönert wurden, die mit eleganten Stuckelementen verziert waren, während das Innere der Residenz erheblich umgestaltet und komfortabler hergerichtet wurde.
Die Anlage des terrassenförmig angelegten Parks trägt dazu bei, dem Schloss das Aussehen eines modernen, von Grün umgebenen Herrenhauses zu verleihen, ohne dass der Eindruck einer mittelalterlichen Festung entsteht.
Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts erfuhr das Schloss nach verschiedenen Besitzerwechseln zahlreiche innere Veränderungen, die mit seiner Nutzung zunächst als Museum durch den letzten Nachkommen der Familie Challant, Vittorio Cacherano della Rocca, und dann als Sommerresidenz für Familien aus Piemont und Ligurien zusammenhängen. Im Jahr 1970 ging das Schloss in den Besitz der Autonomen Region Aostatal über.

Der Museumsrundgang
Die Führung und die Multimedia-Installationen ermöglichen es dem Besucher, die Geschichte des Schlosses anhand der wichtigsten Etappen seiner Umwandlung zu entdecken, die mit den verschiedenen Familien, die dort gelebt haben, verbunden sind.
Der Museumsrundgang findet auf vier Ebenen statt:

  • Ebene I - die Geschichte der Familien, die das Schloss bewohnten: Im Erdgeschoss veranschaulichen die Räume die Geschichte der Familien Challant und Bombrini, die letzten Besitzer des Schlosses, bevor es von der Autonomen Region Aostatal erworben wurde.
  • Ebene II - Sammlungen des 19. Jahrhunderts, von Vittorio Cacherano della Rocca Challant bis zur Sammlung der Accademia di Sant’Anselmo: Im ersten Stockwerk ist der große Saal die Verbindung zwischen der Geschichte des Schlosses und der Entstehung der Sammlung des Kulturvereins Aostatal im 19. Jahrhundert, dem alle Räume dieses Abschnitts gewidmet sind.
  • Ebene III - die Räume von Madama Giovane und die Sammlung der Accademia di Sant’Anselmo: Die Ausstellung zeigt das tägliche Leben im Schloss im 19. Jahrhundert.
  • Ebene IV - Die Entwicklungsphasen des Schlosses und die Holzdecke aus dem 15. Jahrhundert: Der Dachboden, der die noch sichtbaren architektonischen Zeugnisse integriert, veranschaulicht mit Hilfe von Multimediatechnologien die Veränderungen des Gebäudes im Laufe der Jahrhunderte.