Erbe: Oyace

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La Tornalla

Burgen und Türme  -  Oyace

In isolierter Lage außerhalb des Hauptortes, der befestigte Turm wird bereits in einem Dokument aus dem Jahr 1197 erwähnt, das von einem “Freisitz ad Ayacy” spricht, das ein gewisser Ricalmo der Kirche von Sant’Orso zum Geschenk gemacht habe. Er gehörte zuerst den nicht näher bekannten Herren von Oyace, dann ließ ihn der Graf von Savoyen, Amedeo IV. demolieren.
Das bemerkenswerste Element ist der achteckige Grundriss, ein Unikum im Aostatal.
Nach einer Legende der volkstümlichen Fantasie soll der Turm von einer Gruppe von Sarazenen gebaut worden sein, die um 1000 n.Chr. in das Valpelline geflüchtet seien.

Pfarrkirche San Michele

Kirchen und Kapellen  -  Oyace

Die Kirche beherbergt in ihrem Innen interessante Freskenmalereien auf Eternit aus dem Jahr 1914, die von dem Maler Margotti realisiert wurden. Eine diese Malereien stellt die wunderbare Brotvermehrung mit sitzendem Christus in der Ortschaft Oyace dar, die auch mit dem Namen s-Ile bezeichnet wird. Der Hauptaltar der Kultstätte wurde im Barockstil gefertigt, jedoch seiner originalen Engelstatuen beraubt.

Oyace, gestern und heute

Museen  -  Oyace

Die Dauerausstellung „Oyace, gestern und heute“, die im Linda-Gorret-Saal eingerichtet wurde, hat das Ziel, das Dorf Oyace aus einer Perspektive vorzustellen, die Erinnerung und Gegenwart miteinander verbindet. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit lädt der Rundgang dazu ein, die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Veränderungen, die diese kleine Gemeinde im Aostatal im Laufe der Zeit geprägt haben, mit bewussten Augen zu betrachten.

Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Linda Gorret (Paris 1915 – Aosta 1982), Tochter valdostanischer Auswanderer, wurde – herausgegeben von ihrem Neffen Federico Zoja – eine Sammlung ihrer Jugendtexte veröffentlicht. Gedichte, Briefe, Gedanken und Reiseberichte aus den Jahren 1928 bis 1940 geben die sensible und klare Stimme einer jungen Frau wieder, die auf der Suche nach ihren Wurzeln ist.

Auf den Spuren ihrer Eltern gelangt Linda nach Oyace, dem Heimatort ihrer Großeltern, dem sie eindrucksvolle und emotionale Seiten widmet. Sie beschreibt die Dorfkirche – in der noch heute die Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs zu sehen ist, darunter der Name ihres Onkels Jean-Pantaléon Petitjacques –, den mittelalterlichen Turm, die bezaubernden Landschaften und das alte Haus ihrer Mutter, Orte, die zu Symbolen von Zugehörigkeit und Identität werden.

Die „rosafarbene“ Widmung des Gemeindesaals an Linda Gorret hebt die Gestalt einer Frau aus dem Aostatal mit starkem Freiheitsdrang und scharfem kritischem Geist hervor, in einer Zeit, in der Freiheit ein Privileg weniger war. Als Tochter, Ehefrau und Mutter war Linda von einer tiefen kreativen Natur beseelt, die sich in Schreiben, Malerei und Theater ausdrückte. In ihren Texten setzt sie sich mit ihren Ursprüngen, ihrer franco-italienischen Identität und den großen historischen Ereignissen auseinander, die Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs erschütterten.

(+39) 0165.730013
info@comune.oyace.ao.it