Das zerbrochene Götzenbild

Zur Zeit, als Gratus das Amt des Bischofs von Aosta innehatte, war das Heidentum in zahlreichen Gebieten des Tals noch weit verbreitet. In Verrès zollten die Einwohner dem Gott Mars, dem sie einen Tempel errichteten und widmeten, große Verehrung und Anbetung. Kaum hatte der Heilige davon erfahren, begab er sich in den götzendienerischen Ort, wo er eine riesige Menschenmenge vorfand, die sich um dieses Götterbild drängte. Gratus rief den Allmächtigen um Hilfe an. Sofort fing die Erde mit einem Furcht erregenden Donnern an zu beben und die Statue des Gottes Mars zerbrach und fiel dem Heiligen zu Füßen. Die Anwesenden, die über dieses außergewöhnliche Ereignis erschüttert waren, versammelten sich um den Bischof, um den Schutz Gottes zu erbeten. Lange Zeit danach beschlossen die Einwohner von Verrès dem Schutzheiligen des Aostatals, zur Erinnerung an diesen sagenhaften Vorfall, der ihre Vorfahren zum Christentum bekehrte, eine Statue zu widmen, die sie im Glockenturm aufstellten. Doch die Straße, an der sich einst der dem heidnischen Kriegsgott geweihte Tempel erhob, wurde weiterhin “via Martorey” genannt.

 
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