Geologische Fundstelle von Champlong

Cogne


Routenbeschreibung

Mitten im Nationalpark des Gran Paradiso erscheint die Landschaft in einer Umgebung, in der von Gletschern modellierte Formen vorherrschen, durch einen gewaltigen Bergsturz umgekremplet, der während der Überschwemmung im Oktober 2000 stattgefunden hat. Die riesigen Ausmaße dieser Fallbewegung haben das Tal des Baches Urtier zwischen Cogne und Lillac in der Nähe der kleinen Siedlung Champlong nachhaltig gestört.
Auf den Fotos kann man kleine Schlammvulkane sehen, die sich an den Lehmanteilen des mittleren Bereichs des Bergrutsches gebildet hatten. Sie sind Zeugnis für Wasser, das im Inneren der Bergrutschmasse unter Druck stand. Die Bilder wurden mehrere Monate nach der Überschwemmung als weiterer Beweis für die gewaltigen Wassermengen aufgenommen, die noch in Umlauf waren.

Anreise

Von der Autobahnausfahrt Aosta West biegt man auf die SR 47 nach Cogne ab. Am Dorfeingang von Cogne folgt man den Hinweisschildern nach Lillaz. Parken kann man unmittelbar vor der Siedlung Champlong an der Straße Cogne-Lillaz. Von dort aus beginnt der Besichtigungsgang.

Technische Hinweise
Ausgangshöhe: 1.600 m
Maximale Höhe: 1.700 m
Dauer der Besichtigung: 2-3 Stunden
Empfohlene Jahreszeit: Spätes Frühjahr – Herbst
Hinweis: Angesichts der Möglichkeit von kleinen Steinschlägen ist es nicht ratsam, sich der Abbruchnische zu nähern oder auf ihren Rand zu gehen.

Der Wegverlauf beginnt am Parkplatz kurz vor Champlong.
Auf dem Wanderweg, der rund um die Siedlung Champlong führt, wendet man sich nach Nordost. Nachdem man einen steilen Hang hinaufgestiegen ist, erreicht man in der Nähe eines gut sichtbaren Freileitungsmasts eine weite Hochebene, von der man einen hervorragenden Rundblick auf den eindrucksvollen Bergrutsch von Champlong hat. Dieser erstreckt sich am gegenüber liegenden Talhang nach unten. (1)
Mit einem Fernglas kann man das ganze Phänomen beobachten und die verschiedenen Komponenten unterscheiden: Die Abbruchnische, die Gleitzone und die Anhäufung.
Für eine eingehende Besichtigung kehrt man auf die Asphaltstraße zurück, überquert die Holzbrücke über den Bach Urthier, die wenige Meter unterhalb des Parkplatzes liegt, und wendet sich dann gleich nach links auf den wieder hergestellten Talweg. Auf diesem kommt man direkt zum äußeren Teil der Bergrutschmassen, wo man die umgedrückten Lärchen und die abgetragene Grasnarbe sehen kann. (2)
Wenn man nach Südosten weiter geht, kommt man zum östlichen Rand der Abbruchnische, einem sehr guten Punkt für eine Betrachtung der Nische aus der Nähe. (3)
Um aus dem Bergrutsch heraus zu gelangen, überquert man die große Flachstelle, die vorwiegend aus Lehm und Tonerden besteht (4) und gelangt über die Wiesen wieder zum Parkplatz zurück.
Der letzte Abschnitt der Besichtigung sieht vor, dass man der neuen Asphaltstraße folgt und sich Richtung Lillaz wendet, um von der ersten Brücke aus, die man über den Wasserlauf findet, das beeindruckende Schauspiel der Bergrutschmasse, die das alte Bachbett des Urthier einnimmt, und die Umleitung des Wasserlaufs zu betrachten. (5)

 
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