Ländliche Traditionen und mittelalterliches Ambiente im Herzstück des Zentraltals

Chambave, Fénis, Nus, Quart, Saint-Marcel, Verrayes

Besichtigungsregeln

*Wie:*im Auto.
Empfohlene Dauer: drei Tage.
Beste Jahreszeit: das ganze Jahr über.
Länge: etwa 14 km.

Orte mit reicher mittelalterlicher Vergangenheit, die aber auch für traditionelle landwirtschaftliche Erzeugnisse bekannt sind, allen voran kräftige Weine und Süßweine.

Weine
Rotweine: Chambave, Cornalin, Fumin, Gamay; Mayolet, Merlot, Nus, Petit Rouge, Pinot Nero, Prëmetta, Syrah, Torrette Weißweine: Chambave Moscato, Chardonnay, Müller Thurgau, Nus Malvoisie, Petite Arvine, Pinot Grigio, Pinot Nero (als Weißwein bereitet).
Süßweine: Nus Malvoisie Passito, Chambave Moscato Passito, Moscato Bianco Passito, Müller Thurgau Spätlese.
Grappa
Grappa di Chambave Moscato, Grappa di Chambave Moscato Passito, Grappa di Fumin, Grappa di Müller Thurgau, Grappa di Nus Malvoisie, Grappa di Nus Malvoisie Passito.

Käse
Zusätzlich zum Klassiker, dem Fontina DOP, der im gesamten Aostatal zu finden ist, erzeugen die lokal ansässigen Molkereibetriebe auch andere Käsesorten aus Kuhmilch, zum einen Frischkäse (wie den Seras und den Reblec), zum anderen gereiften Käse (Toma), außerdem Ziegenkäse und weitere Milchprodukte (Butter).
Die Molkereibetriebe können gegen Voranmeldung besichtigt werden und verfügen über Verkaufsstellen.

Besonderheiten

Wenn man von Aosta Richtung Turin unterwegs ist, erkennt man nach der Gemeinde Saint-Christophe an den sonnenbeschienenen Hügeln zur Linken eine streng anmutende Burg, die mit dem Fels verwachsen zu sein scheint und die Talsohle beherrscht. Es handelt sich um die Burg von Quart. Die Burg, die gerade restauriert wird und nicht besichtigt werden kann, weist kostbare Architekturelemente und Gemälde aus der Zeit zwischen dem 12. und dem 17. Jahrhundert auf.
Der Name Quart bezieht sich auf eine Etappe entlang der Römerstraße und steht für die vier Meilen Entfernung vom antiken Augusta Praetoria (dem heutigen Aosta) – Ad quartum (lapidem). Der Ort war jedoch schon im vierten Jahrtausend v. Chr. besiedelt, was durch die Nekropolis mit Kastengräbern in Vollein belegt wird.
Durch die günstige sonnenseitige Lage eignet sich das Land um Quart ausgezeichnet für die Landwirtschaft. Die Häuser sind in kleinen verstreuten Siedlungen angeordnet, mit zahlreichen Almen in höheren Lagen. Eine davon ist die Alpe Fontin, von der es heißt, der Almkäse Fontina, der unumstrittene Käsestar des Aostatals, stamme von hier.

Am anderen Ufer des Flusses Dora gelangt man einige Kilometer nach Quart in das Dorf Saint-Marcel, das mit einer interessanten Burg im Ortsteil Surpian aufwartet. Es stammt aus dem 14. -15. Jahrhundert und gehörte dem Aymavilles-Zweig der Familie Challant. Seit dem Jahr 2009 ist es Gegenstand des historisch-archäologischen Forschungsprojekts Interreg “AVER – Anciens Vestiges En Ruine”, dessen Resultate dieses bemerkenswerte Bauwert aufwerten sollen. Machen Sie auch einen Abstecher zur alten Wallfahrtskirche von Plout, “Notre Dame du Tout Pouvoir” genannt, die von der Bevölkerung verehrt wird und ein beliebtes Pilgerziel ist.

Das Dorf Nus liegt an der Mündung der Schlucht von Saint-Barthélemy hinter dem Verlauf der Römerstraße Via delle Gallie. Es erhielt seinen Namen von der Entfernung (neun Meilen – Ad Nonum) nach Augusta Praetoria und liegt herrlich eingebettet in Wiesen, Weinberge und Kastanienhaine.
Verpassen Sie keinesfalls die leckeren Baci di Nus. Sie ähneln den bekannteren Küsschen “Baci di Dama” aus dem Piemont, enthalten aber mehr Walnüsse als Haselnüsse. Ihr intensiver Geschmack erinnert an den der “Trojlet”, einer traditionellen Süßigkeit aus dem Brei, der bei der Herstellung von Nussöl übrig blieb und dann mit Zucker und Butter vermengt wurde.

Von Nus aus erreicht man in wenigen Autominuten die Gemeinde Fénis auf der Schattenseite am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Dora. Hier ragt an einer großen Lichtung feierlich die bekannteste und stimmungsvollste mittelalterliche Burg della Valle d’Aosta in die Landschaft empor, die einst der mächtigen Familie Challant gehörte. Der doppelte Burgwall, die Zinnen und zahlreichen Wachtürme machen sie zu einem richtiggehenden Wahrzeichen des Mittelalters in der Gegend.

Veranstaltungen
Ende Mai findet in Verrayes das Fest Sagra della sarieula (wilder Thymian) statt: Der Thymian wächst hier wild und wird im Rahmen der Veranstaltung zur Zubereitung zahlreicher Spezialitäten verwendet.
In Chambave, ende September, sorgt das Traubenfest Festa dell’uva für Höhepunkte in dem Ort, der für den Wein Moscato DOC bekannt ist. Es werden auch die geernteten Trauben präsentiert.
Seit bereits mehr als 50 Jahren gibt es das Fest Castagna d’oro (Goldene Kastanie) in Fénis, bei dem sich alles um die Herbstfrucht par excellence dreht.

 
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