Erbe: Bionaz

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Staudamm Place Moulin

Architektur  -  Bionaz

Die Landschaft des Hochtals von Bionaz hat sich zwischen den Jahren 1961 und 1965 aufgrund des mächtigen Staudamms von Place Moulin stark verändert. Durch die Talsperre wurde der Prarayer-See, ein künstlicher See, der zwischen den Bergen eingeschlossen ist, geschaffen. Im Hintergrund sieht man die Gebirgskette der Grandes und Petites Murailles mit ihren mächtigen Gletschern.

Es handelt sich um das größte Gewässer der Region, und die Talsperre zählt zu den größten ihrer Art in Europa. Einige Daten über dieses Bauwerk reichen aus, um den Besucher in Erstaunen zu versetzen:

  • Die Talsperre ist 155 Meter hoch und besitzt eine Länge von 678 Metern
  • Die maximale Dicke beträgt an der Basis der Absperrung 47 Meter und 6 Meter in ihrem höchsten Punkt
  • Der Rauminhalt des Staudammes beträgt 1.510.000 Kubikmeter Zement
  • Der vom Wasser maximal erreichte Stand liegt bei 1969 Metern über dem Meeresspiegel
  • Das Fassungsvermögen des Staudammes beträgt 105 Millionen Kubikmeter.

Die Anlage ist von außen immer frei zugänglich, aber nach vorhergehender Reservierung ist auch die Teilnahme an einer geführten Tour von Mai bis September möglich. Die Talsperre ist auf verschiedenen Ebenen zu besichtigen, welche auch manchmal unter den Seenspiegel reichen und untereinander durch Treppen und einen Lift verbunden sind. Im Inneren befinden sich zahlreiche Maschinen und Geräte, die sowohl mit dem Betrieb des Staudammes als auch mit der Kontrolle der Sicherheitsbedingungen im Zusammenhang stehen.

Pfarrkirche Santa Margherita

Kirchen und Kapellen  -  Bionaz

Die im Herzen von Bionaz befindliche Kirche wurde, wie aus der an der südlichen Ecke eingemeißelte Inschrift bezeugt, 1694 durch die Erweiterung der ursprünglichen Kapelle aus dem Jahr 1617 realisiert, die schon 1640 zur Pfarrkirche erhoben worden war. Auch der Glockenturm stammt aus dem Ende des 17. Jhs. und wurde 1964 vollständig renoviert.

BEMERKENSWERTE ELEMENTE:
- die Fassade und das Presbyterium schmücken sich mit Freskenmalereien und Gemälden des genuesischen Malers Ettore Mazzini, der auf dem Friedhof von Bionaz begraben liegt
- der Hauptaltar im Barockstil wurde aus teils vergoldetem Holz gefertigt
- der linke Seitenaltar aus dem 18. Jh. stellt ein bedeutendes Beispiel des Barockstils des Aostatals dar und beherbergt eine Statue der Madonna mit Kind aus dem 17. Jh.. Diese Kunstwerk wird von Medaillons gerahmt, die die Mysterien des Rosenkranzes abbilden; der Altar wurde 1990 restauriert
- in der kleinen Museumsvitrine im Innern der Kirche sind einige Gegenstände der Sakralkunst ausgestellt, darunter ein Messegewand aus dem 17. Jh., das aus der Kapelle von La Lechère stammt. Es handelt sich um ein Geschenk des Erzbischofs von Paris, Monsignore Leclerc de Juigné, der nach der Flucht aus seiner Diözese während der Französischen Revolution den Col Collon überquerte, um in Bionaz Zuflucht zu finden.