Die Bergwelt wird oftmals als mystisches und faszinierendes Ambiente wahrgenommen, dessen Stille geistliche Elemente zugeschrieben werden. Besonders im Aostatal hat das Verhältnis zwischen Natur und Spiritualitä weit zurückreichende Wurzeln. Durch die Region verläuft der Via Francigena, auf dem viele Pilger unterschiedlicher Sprachen, Länder, Schichten und Traditionen ab dem 11. Jahrhundert unterwegs waren.

Eine andere Art des meditativen und im Gebet vertieften Gehens ist die Prozession. Dabei liegt der Fokus eher auf dem "Weg" als auf dem "Ziel", es geht in erster Linie um das "Heimkommen" und den Ort, in dem die Gemeinschaft lebt. Im Aostatal gibt es zahlreiche Prozessionen, und sie sind sehr tief in der Tradition verwurzelt. Auch heute noch – besonders im Sommer – bieten sie interessante Gelegenheiten, einen Dialog zwischen der Natur als Gegenstand der Anbetung und der Religion herzustellen.

Bei den aufgelisteten Touren handelt es sich um Bergwanderungen verschiedener Länge. Wir empfehlen die gleiche Kleidung und Ausrüstung wie beim "normalen" Bergwandern.

Spirituelle Reiserouten

; ;
10 Ergebnisse
Seite 1 von 1

Dondena - Wallfahrtskirche von Misérin

Die Wege des Geistes  -  Champorcher

Im Hauptort Champorcher schlägt man gleich hinter dem Dorfplatz rechts die Straße ein, die über mehrere Kehren hinauf ins Dorf Grand Mont Blanc führt, um von dort auf einer Schotterstraße weiter bis nach Dondena zu fahren. Man parkt das Auto und überquert den Bergbach, um zum alten königlichen Jagdhaus hinauf zu wandern, welches von König Vittorio Emanuele II gebaut wurde und heute verfallen ist. Von dort geht es weiter bis zur Berghütte Dondena (2192m), die nur in den Sommermonaten bewacht wird. Von hier geht es stets auf einem Schotterweg weiter, der auf halber Hanghöhe sanft das breite Tal bergauf steigt. Dort, wo schließlich der Weg über Kehren an Höhe gewinnt, verlässt man ihn, um einen anderen Weg einzuschlagen, welcher über offenes Gelände zur Berghütte Misérin hinauf führt. Die Berghütte liegt in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Sees, wo auch die Wallfahrtskirche der Schneemadonna steht, zu Ehren welcher jedes Jahr am 5. August eine Prozession veranstaltet wird.

Promiod - Zerbion Madonna

Die Wege des Geistes  -  Châtillon

Um mit dem Auto den Ort Promiod in der Gemeinde Châtillon zu erreichen, folgt man der Straße des Tals Valtournenche, bis man die Gemeinde von Antey-Saint-André erreicht. Hier schlägt man die Regionalstraße nach La Magdeleine ein, wo man nach etwa 4 km an einer Weggabelung rechts abbiegt und den Schildern in Richtung Campingplatz Dalai Lama folgt. Man fährt daran vorbei und kommt an einen oberhalb der Siedlung Promiod befindlichen Platz, an dem man den Wagen abstellt. Nun schlägt man den Weg Nr. 105 ein, der zuerst durch das Dorf und dann auf einen Saumpfad führt. Dieser steigt zwischen niedrigen Mauern und Sträuchern bergauf, bis er eine Straße kreuzt, die zu den Almhütten hinauf führt. Man schlägt den bergwärts führenden Zweig ein und kommt an der Ruine von Boettes vorbei. Dort ignoriert man an einer Kreuzung den links abbiegenden Weg und folgt dem Gutsweg nach rechts, der nach ungefähr 1,5 km den Begbach Promiod überquert. Nun kommt man an eine weitere Wegkreuzung: man verlässt den flach verlaufenden Weg und wandert links bergauf, bis man zuerst die Alm Arsine und dann die Alm Francou erreicht. An einem der Häuser führt rechts ein Weg auf einem breiten grasbewachsenen Kamm entlang und beschert dabei einen atemberaubenden Ausblick, bis man schließlich den Gipfel erreicht.

Cogne (Lillaz) - Wallfahrtskirche San Besso

Die Wege des Geistes  -  Cogne

Am Dorfplatz von Lillaz, einer zum Gemeindbezirk Cogne gehörenden Ortschaft, begibt man sich auf die Wanderroute AV2, die durch das Urtier-Tal führt. Nachdem man eine Häusergruppe erreicht hat und für ein kurzes Stück an einer Druckleitung entlang gelaufen ist, steigt man bergan in den Wald und wandert über einige flache Wiesen. Kurz darauf erreicht man die Almhütten von Goilles Inferiore. Von dort weiter wandernd, überquert man über eine kleine Brücke den Bach und wandert an der linken Uferseite durch den Wald weiter bergauf. Wo der Wald sich lichtet kommt man an eine Weggabelung. Man ignoriert den nach rechts ins Tal von Bardoney führenden Weg Nr. 13G und behält die ursprüngliche Route bei, bis man die Hütte der Parkwächter des Nationalparks G.P. (Gran Paradiso) erreicht. Stets weiter wandernd kommt man erneut an eine Gabelung, an der man zuerst den rechts zum Colle Acque Rosse führenden Weg Nr. 13D auslässt, ebenso den links zum Col Finestra abbiegenden AV2, während man indessen die Wege Nr. 13B und 13C einschlägt. Nach einer kurzen Wegstrecke begibt man sich an einer neuen Abzweigung auf den Wanderweg Nr. 13B, der zuerst über grasbestandene Weiden und dann über einen Jägersteig bis an das unterhalb des Hügels liegende Firnfeld führt. Der restliche Aufstieg findet auf dem Firnfeld statt. Der Colle dell’Arietta ist der meist besuchte Pass zwischen Cogne und dem Soana-Tal und ein Pilgerweg, der zur Wallfahrtskirche San Besso in der Gemeinde Campiglia führt.

Fontainemore – Heiligtum von Oropa

Die Wege des Geistes  -  Fontainemore

Man stellt den Wagen im Ortsteil Pillaz ab, der zur Gemeinde Fontainemore gehört. Dann folgt man dem Schild Nr. 2 und wandert einen Landweg entlang, der durch den Wald führend, ins Vargno-Tal eindringt.
Der Weg führt stets gerade am bewaldeten Hang entlang, bis er das Ufer des Bergbachs Pacoulla erreicht. Nach einigen Kehren überwindet man den Höhenunterschied des Wegs, der nach der Überquerung einer Brücke die lieblichen Graslichtungen unterhalb der Almhütten Mattà erreicht (1677 m). Hier beginnt ein schöner, teils gepflasterter Weg, der ins Naturschutzgebiet des Mont Mars führt. Nun steigt man bergan, während man die schöne Aussicht auf das Vargno- Seebecken genießt. Nachdem man eine, durch Geröllhalden gekennzeichnete Gletschernase überwunden hat, erreicht man auch schon die schöne Senke mit den Seen, darunter der Lè Lounc und der Lé di Barma (2020 m). Zum Schluß gelangt man über die letzten, über steinige Hänge führenden Kehren hinauf auf den Hügel.

Vom Balma-Pass aus folgen Sie dem Bergrücken, der in Richtung Balma di Oropa ansteigt, biegen dann rechts ab und kommen am Fuße des Gipfels des Monte Camino vorbei.
Der Abstieg führt an der Capanna Renata vorbei und dann über einen gut markierten Weg entlang der Seilbahnstrecke zum Albergo Savoia, wo die Seilbahn ankommt, die von Oropa nach oben fährt. Der Abstieg erfolgt über den Weg D13, der an der Rosazza-Hütte vorbeiführt und nach einigen Kurven in eine unbefestigte Straße mündet, der Sie folgen, bis sie auf der Asphaltstraße endet. Nachdem Sie die Straße überquert haben, nehmen Sie den Weg auf der gegenüberliegenden Seite, der vor einem Restaurant rechts abbiegt und dann in der Nähe der Brücke über den Bach Oropa hinter der Basilika wieder auf die Asphaltstraße zurückkehrt.

 

Buthier - Punta Chaligne

Die Wege des Geistes  -  Gignod

Von der Staatsstraße zum Großen Sankt Bernhard fährt man auf die Straße, die bis nach Buthier führt, wo man das Auto auf dem großen Platz in der Ortschaft Buthier Gorrey (1350 m ü.NN.) abstellen kann. Es geht über die Strecke 2A, die in nur kurzer Zeit den Bezirk Clemencey erreicht und sich dort mit den Wegen 3 und 3A zusammenschließt. Weiter bergauf gelangt man auf die Alm Mendey (1547 m ü.NN). In der Nähe der Ortschaft folgt man dem in den Wald eindringenden Wanderweg Nr. 3. Nach nur kurzer Zeit trifft man auf den zur Alm Chez-Tognette führenden Gutsweg, von dem man nach wenigen Schritten auf den üblichen Wegweiser wechselt, der entlang der Weiden von Grangette emporsteigt. Auf einer Höhe von etwa 1715 m ü. NN kommt man zu einer Kreuzung, folgt der rechten Abzweigung und, nachdem man die Alm Meriau Damon (1740 m ü.NN) hinter sich gelassen hat, wandert man bergauf zur Alm Collet (1919 m ü.NN). Von hier aus geht es, nach Verlassen des Waldwegs, weiterhin durch den Wald, bis man schließlich den Ackerweg erreicht, der in Richtung Alm Tza de Chaligne verläuft. Man folgt einer kurzen Strecke, wechselt auf den Wanderweg, der rechts abgeht und nicht viel später aus dem Wald herausführt. Es geht bergan zum Gebirgskamm Cresta Tardiva, in Richtung einer von unten gut zu erkennenden Relaisstation, um sodann das Joch des Col Tardiva (2410 m ü.NN) zu erreichen. Denselben Wanderweg weiterverfolgend, wendet man sich in die linke Richtung, um schließlich zur Punta Chaligne zu gelangen, wo zwei große Kreuze aufgestellt sind (2608 m ü.NN).

Pila - Einsiedelei Saint-Grat

Die Wege des Geistes  -  Gressan

Nachdem man den Hauptparkplatz in Pila erreicht hat, begibt man sich in der Nähe der Seilbahnstation auf den Schotterweg, der unter den Stahltrossen der Anlage Pila-Chamolé durchführt und über eine recht eben verlaufende Route bequem die Einsiedelei Saint-Grat erreicht.

La Thuile - Kapelle Saint-Grat und Sainte-Marguerite

Die Wege des Geistes  -  La Thuile

Vom Parkplatz in La Joux aus, der sich in der Nähe des Lokals erstreckt, folgt man dem Hochweg Nr. 2, AV2. Nachdem man die Kreuzwege mit den Routen überquert hat, die zu den drei Wasserfällen des Flusses des Ruitor führen, erreicht man eine weitere Gabelung, wo man auf demselben Wanderweg (AV2 ) weiter marschiert und den Pfad Nr. 8, der rechts zu den Seen Bella Comba führt, unbeachtet hinter sich lässt. Es folgt eine ebene Strecke in der Nähe der Alm Glacier und der gleichnamigen Seen, die sodann in eine steil ansteigende Route übergeht und die Almweide des Ruitor und schließlich die Berghütte Deffeyes erreicht.

Porliod - Wallfahrtskirche von Cuney

Die Wege des Geistes  -  Nus

Sobald man am Dorfplatz in der Ortschaft Porliod angekommen ist, wo die asphaltierte Straße endet, die von Lignan, einem Ortsteil der Gemeinde Nus, kommt, biegt man in den Wanderpfad Nr. 11B ein. Dieser steigt zwischen Hochwiesen und Nadelwäldern an, wobei er mehrere Male die Schotterstraße quert, und führt zur Hochebene des Tals der Tsa de Fontaney hinauf. Hier nimmt man nun den von Lignan kommenden Wanderpfad Nr. 11, der uns in kurzer Zeit auf die Alm bringt, von wo man, wenn man nach rechts abbiegt, den Col du Salvé erreicht. Man geht auf dem gleichen Weg weiter und gelangt nach kurzer Zeit auf den Abschnitt des Höhenwegs Nr. 1, der am Fuß eines felsigen Steilhangs entlang führt, dann nach links biegt und zur Berghütte und zur Wallfahrtskirche von Cuney hinauf führt.

Oyace (Vernosse) - Verdonaz-Kapelle

Die Wege des Geistes  -  Oyace

Im Ortsteil Vernosse, der zur Gemeinde von Oyace gehört, begibt man sich in Richtung der Brücke von Bagnara. Man geht auf der Straße weiter, bis man links, wo die asphaltierte Straße endet und der Gutsweg beginnt, auf den Weg Nr. 4 stößt, der steil hinauf zu den Almen Verdonaz, Broiller, Tsavanne und zur Tza de Verdonaz führt (in deren Nähe sich die Kapelle befindet, die der Maria Schnee geweiht ist, welche am 05. August gefeiert wird).

Pontboset - Wallfahrtskirche Retempio

Die Wege des Geistes  -  Pontboset

Man parkt den Wagen auf dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus, schlägt dann die Asphaltstraße ein, die durch den Ort führt und wandert bis an den Bergbach Ayasse hinunter. Es geht weiter am Bachufer entlang, bis man rechts einen alten Saumpfad einschlägt, der regelmäßig ansteigend, die Weiler Creux und Crest di Sotto erreicht (das letzte Stück des gepflasterten Saumpfads wird durch eine neu gebaute Straße ersetzt). Kurz bevor man an den Häusern von Crest di Sotto ankommt, schlägt man links einen Weg ein, der an der Stromleitung der ENEL (it. Stromgesellschaft) entlang führt, den Talboden erreicht und dort den Bergbach Brenve über eine Brücke überquert. Ein Stück weiter beginnt die Treppe, die zur Wallfahrtskirche hinauf führt. Am Ende der Stufen angekommen, begibt man sich wieder auf den Weg bis an eine Gabelung. Dort geht man nach links und kommt an den verfallenen Hütten von Larsine vorbei, erreicht kurz darauf die Weiden von Retempio (1460 m), wo eine kleine Wallfahrtskirche steht.

Anregungen

Chiese e santuari

Chiese e santuari

Via Francigena

Via Francigena

Tipps für Wanderer

Tipps für Wanderer