Nationalpark Gran Paradiso

Italiens erster Nationalpark – eine Berglandschaft von bemerkenswerter Schönheit


Der Nationalpark Gran Paradiso erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 70.000 Hektar und reicht von der nur 800 m hoch gelegenen Talsohle bis hinauf zum Gran Paradiso mit seinen 4.061 m!

In den Dörfern Cogne, Valsavarenche und Rhêmes-Notre-Dame unterhält der Park insgesamt drei Besucherzentren, in denen man zu jeder Jahreszeit die unterschiedlichen ökologischen Aspekte des Naturschutzgebietes erkunden kann.

Darüber hinaus ist speziell im Juli ein Besuch im Botanischen Alpengarten „Giardino Alpino Paradisia“ zu empfehlen, wenn viele der über 1000 Pflanzenarten in voller Blüte stehen!


Die Geschichte des Parks

Die Geschichte des Nationalparks Gran Paradiso ist eng mit dem Schutz der hier lebenden Steinböcke verbunden.

1856 erklärte der damalige König Viktor Emanuel II. das Gebiet rund um den Gran Paradiso zum königlichen Jagdrevier – und bewahrte die Tiere somit vor der Ausrottung. Die Gründung eines spezialisierten Wachkorps sowie die Anordnung eines Wegesystems zum Schutz der Fauna, das gleichzeitig als Wanderroute diente, gehen ebenfalls auf sein Betreiben zurück.

König Viktor Emanuel III. stiftete das Naturreservat 1920 dem italienischen Staat, der es in einen Naturschutzpark verwandeln sollte. Die Gründung des ersten italienischen Nationalparks erfolgte schließlich zwei Jahre später, 1922.

Die Tierwelt des Parks

Es ist kaum möglich, eine Wanderung durch den Park zu unternehmen, ohne die hier lebenden Tiere wahrzunehmen – teilweise sogar aus nächster Nähe.

Der Steinbock ist das Symbol des Parks. Er ist einigermaßen zutraulich, man sieht ihn häufig beim Weiden. Während die männlichen Tiere, die an ihren langen gebogenen Hörnern zu erkennen sind, in kleinen Gruppen leben, bleiben die weiblichen Tiere mit kürzeren Hörnern beim Nachwuchs.

Neben dem Steinbock ist auch die Gämse stark vertreten – doch ist sie weitaus scheuer und daher sehr viel schwieriger zu beobachten.

Ein weiterer putziger Bewohner ist das Murmeltier. Der sympathische Nager gräbt lange Tunnel, um vor Gefahren zu flüchten und sich auf den Winterschlaf vorzubereiten.

Zu den hier vertretenen Vogelarten zählen Raubvögel, wie der Steinadler, sowie zahlreiche kleine Sperlingsarten.

Erst in jüngster Zeit wurden folgende Tierarten im Park erfasst: Der im Jahr 1912 in diesem Gebiet ausgestorbene Bartgeier, der durch ein internationales Projekt wieder in die Alpen zurückgekehrt ist, und der Luchs, eine der am stärksten vor dem Aussterben bedrohten wildlebenden Katzenarten.

Die Flora des Parks

In den Wäldern der Täler ist der Wanderer von Lärchen, Rottannen, Zirben und Weiß-Kiefern umgeben. Steigt er weiter hinauf, trifft er zunächst auf Almen, die im Frühling von Blumen geradezu übersät sind, und später dann auf Felsen und Gletscher.

Zu den seltenen Blumen des Parks zählen die Potentilla pensylvanica (Pennsylvanisches Fingerkraut) der trockenen Weiden oberhalb der 1.300 m; die Astragalus alopecurus (eine Tragant-Art), die ausschließlich im Aostatal wächst; die Aethionema thomasianum (eine Stauden-Art); die Linnaea borealis, eine nacheiszeitliche Pflanzenart, die in Nadelwäldern wächst, und die Paradisea liliastrum, eine wunderschöne weiße Lilie, die dem historischen „Giardino Paradisia“ ihren Namen leiht.

 
Meteo
Meteo

Details
Aosta
°C
°C
Urlaubsregionen
Urlaubsregionen

Mont Blanc

Gran Paradiso

Grosser Sankt Bernhard

Aosta und Umgebung

Matterhorn

Monte Rosa

Hauptal